Kretschmer spricht von 1.000 Behördenjobs für Braunkohlerevier
(dpa) - Bei einem Kohleausstieg soll einem Bericht zufolge mindestens eine Bundesbehörde in der Lausitz angesiedelt werden. Insgesamt gehe es in Hintergrundgesprächen zwischen den Kohle-Ländern Sachsen und Brandenburg und der Bundesregierung um 1.000 Behördenstellen zur Unterstützung des Strukturwandels bei einem Kohleausstieg, berichtete die „Lausitzer Rundschau“ (Freitag) unter Berufung auf Verhandlungskreise. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bestätigte der Zeitung die Gesprächsinhalte. „Wir sprechen dabei sowohl über Verwaltungsstellen als auch die Bundeswehr. Ein oder zwei Bataillone wären die wirtschaftliche Lösung für eine Stadt wie Weißwasser oder Spremberg“, sagte Kretschmer, der sich zudem für die Ansiedlung von Forschungseinrichtungen durch den Bund aussprach. Der sächsische Regierungschef fordert im Fall des Kohleausstiegs jährlich 1,5 Milliarden Euro Hilfen für einen Zeitraum von 40 Jahren. Die von der Regierung eingesetzte Kohlekommission kommt am Freitag zu ihrer vielleicht entscheidenden Sitzung zusammen. Das 28-köpfige Gremium könnte sich auf ein Konzept für das Ende der Stromgewinnung aus Braun- und Steinkohle in Deutschland einigen. Betroffen wären neben Sachsen und Brandenburg auch die Reviere in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.