- Der Campus auf dem Scheffelberg
Kriegsflüchtlinge wollen in Zwickau weiterstudieren
Mit der Flucht vor dem Krieg kam für viele Ukrainer auch die Ungewissheit, wie es mit ihrem Studium weitergeht. Viele von ihnen wollen jetzt in Sachsen weiterlernen, auch in Zwickau. Bis vor Ostern haben sich an der Westsächsischen Hochschule 30 Kriegsflüchtlinge nach einem Vollzeit- oder Gaststudium erkundigt. Das hat uns Tilo Wodzinsky vom Internationalen Büro der WHZ mitgeteilt. Er rechnet mit vielen weiteren Anfragen für einen Studienstart im kommenden Wintersemester. Etwa 80 Geflüchtete lernten bereits in Kursen Deutsch. Die Hochschule freue sich darauf, den Menschen eine akademische Perspektive in Zwickau geben zu können, sagte Wodzinsky.
An der TU Dresden gab es mehr als 700 Anfragen von Interessierten. Zum diesjährigen Sommersemester seien bereits fünf Studierende immatrikuliert worden, die ihr in der Ukraine begonnenes Studium fortsetzen. An der Uni Leipzig sind zum Sommersemester etwa zehn Ukrainer neu immatrikuliert worden, die hier ihr Studium fortsetzen. Seit Februar befänden sich zudem mehr als 900 studieninteressierte Ukrainer in Beratung.
An der TU Chemnitz laufen derzeit 26 Bewerbungen von Ukrainern, die ihr Studium weiterführen wollen. Dabei gehe es vor allem um den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). „Die TU Chemnitz geht davon aus, dass die Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine weiter stark steigen wird und damit auch die Zahl der Studieninteressierten“, sagte ein Sprecher der Hochschule. (mit dpa)
