Kultour Z. erklärt, warum sie 2020 höhere Zuschüsse benötigt
20 Jahre Stadthalle sind eine Erfolgsgeschichte, an der 1.200 Veranstaltungen und drei Millionen Besucher mitgeschrieben haben. Das hebt die Kultour Z. hervor, nachdem der Eindruck erweckt wurde, die Stadthalle sei ein „Sorgenkind“ - so formuliert von Radio Zwickau.
Dem Radio-Bericht zugrunde lagen Äußerungen von Finanzbürgermeister Sebastian Lasch im Stadtrat, als es um eine Erhöhung des Zuschusses für die Stadthalle um 250.000 Euro für 2020 ging – auch als Ausgleich für Corona-bedingte Ausfälle.
In der Beschlussvorlage heißt es zudem: „Die Steigerung des laufenden Ausgleichsbedarfs resultiert insbesondere aus der dringend notwendigen Fußbodensanierung in der Stadthalle, steigenden Personal- und Sachkosten sowie einer schlechten Auslastung in der Vermietung der Stadthalle. Letzteres spiegelt den allgemeinen Trend in der Veranstaltungsbranche wider, welcher bereits maßgeblich zur Ergebnisverschlechterung 2019 beitrug.“
Die Kultour Z. stellt hierzu fest (Auszug):
„2019 mussten wir uns einer Situation stellen, in der unsere Veranstaltungsstätten nicht optimal ausgelastet werden. (…) Konkret handelt es sich hierbei um 3 kurzfristige Veranstaltungsabsagen für die Freilichtbühne sowie um zwei aufwendige, mehrtägige Fernsehproduktionen für die Stadthalle, die ebenfalls bereits fest im Veranstaltungskalender gebucht waren und erst im ersten Quartal 2019 von der Produktionsfirma abgesagt wurden. Generell muss in diesem Kontext unbedingt konstatiert werden, dass nicht jedes Veranstaltungsjahr dem anderen gleicht. Schon immer gab es daher branchenübliche Unterschiede in der Auslastung unserer Veranstaltungshäuser. Das Tourneegeschäft verlief in unseren 20 Geschäftsjahren nie linear und tat es auch 2019 nicht. Kurz zuvor, im Jahr 2018 hingegen, konnten wir eine außergewöhnlich hohe Veranstaltungsdichte verzeichnen.
Und weiter:
“Generell sind die Zuschussgrößen an die Gesellschaft nicht als frei verfügbare Mittel anzusehen. So wird beispielsweise ein erheblicher Betrag in Höhe von 530.000 in Form von Pachtzahlungen an die Stadt zurückgeführt.„