Land schickt Vertreter zur Einwohnerversammlung zum JVA-Neubau
Angesichts von Bürgerprotesten wollen Finanz- und Justizministerium jetzt in Zwickau offensiv über die Pläne für das neue sächsisch-thüringische Gefängnis aufklären. "Wir müssen die Sorgen und Nöte der Bürger ernst nehmen", sagte Finanzminister Georg Unland in Dresden. Vertreter beider Ministerien seien am 21. November bei einer Einwohnerversammlung im Rathaus dabei. In Zwickau formiert sich Widerstand gegen den Bau des Gefängnisses auf dem ehemaligen RAW-Gelände. Eine Bürgerinitiative sammelt Unterschriften, um den vom Stadtrat beschlossenen Verkauf des Geländes an das Land anzufechten. Die Gegner befürchten unter anderem, dass Häuser in Marienthal an Wert verlieren.Thüringen will noch vor Weihnachten den geplanten Gefängnis-Neubau mit Sachsen beschließen. Das berichten Thüringer Medien. Er halte an dem Projekt fest, wird Justizminister Poppenhäger zitiert. Der Standort in Marienthal sei eine kostengünstige Variante und außerdem für die Thüringer Bediensteten gut zu erreichen. Die Zweiländer-Haftanstalt soll wie geplant Ende 2017 in Betrieb genommen werden. Investition: 112 Millionen Euro.