• Sie wird in Dresden ernst­ge­nommen: die Bürger­initia­tive gegen den Gefäng­nis­neubau. (c) Ralph Köhler/Archiv

    Sie wird in Dresden ernst­ge­nommen: die Bürger­initia­tive gegen den Gefäng­nis­neubau. (c) Ralph Köhler/Archiv

Land schickt Vertreter zur Einwohner­ver­sammlung zum JVA-Neubau

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Angesichts von Bürger­pro­testen wollen Finanz- und Justiz­mi­nis­te­rium jetzt in Zwickau offensiv über die Pläne für das neue sächsisch-thürin­gi­sche Gefängnis aufklären. "Wir müssen die Sorgen und Nöte der Bürger ernst nehmen", sagte Finanz­mi­nister Georg Unland in Dresden. Vertreter beider Minis­te­rien seien am 21. November bei einer Einwoh­ner­ver­samm­lung im Rathaus dabei.

In Zwickau formiert sich Wider­stand gegen den Bau des Gefäng­nisses auf dem ehema­ligen RAW-Gelände. Eine Bürger­initia­tive sammelt Unter­schriften, um den vom Stadtrat beschlos­senen Verkauf des Geländes an das Land anzufechten. Die Gegner befürchten unter anderem, dass Häuser in Marien­thal an Wert verlieren.

Thüringen will noch vor Weihnachten den geplanten Gefängnis-Neubau mit Sachsen beschließen. Das berichten Thüringer Medien. Er halte an dem Projekt fest, wird Justiz­mi­nister Poppen­häger zitiert. Der Standort in Marien­thal sei eine kosten­güns­tige Variante und außerdem für die Thüringer Bediens­teten gut zu errei­chen. Die Zweiländer-Haftan­stalt soll wie geplant Ende 2017 in Betrieb genommen werden. Inves­ti­tion: 112 Millionen Euro.