Landräte machen Druck beim Thema Asyl
Sachsens Kommunen schlagen Alarm. Landkreise, Städte und Gemeinden stoßen bei der Flüchtlingsbetreuung an Grenzen. Bürgermeister und Landräte fordern von Freistaat und Bund mehr Hilfe bei Unterbringung und Integration der Asylbewerber. Flüchtlinge sollten erst nach Abschluss ihres Asylverfahrens auf die Kommunen verteilt werden, sagt zum Beispiel Mischa Woitscheck, der Geschäftsführer des Sächsischen Städte- und Gemeindetages. Der Görlitzer Landrat Bernd Lange fordert ein klares Gesetz zur Aufnahme von Asylbewerbern. Da wo keine Not sei, müsse konsequent gehandelt werden. Bei den Verwaltungsgerichten in Sachsen gehen inzwischen immer mehr Klagen von abgelehnten Asylbewerbern ein. Jeder Zweite will seine Abschiebung auf gerichtlichem Weg verhindern.