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Landrat ruft zu demokratischer Mitgestaltung auf

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Landrat Chris­toph Scheurer hat die Menschen aufge­rufen, Demokratie aktiv mitzu­ge­stalten. Zur Eröff­nung der "Tage für Demokratie und Toleranz" am Montag in der WHZ-Aula am Ring sagte der CDU-Politiker, jeder müsse sich fragen, wie er sich einbringen könne. Mitzu­mi­schen sei weder langweilig noch "uncool". Der Pfarrer der Leipziger Thomas­kirche, Chris­tian Wolff, warnte davor, die Demokratie als Selbst­läufer zu betrachten. Um sie müsse täglich neu gekämpft werden, sagte der Theologe. Mit scharfen Worten griff der Geist­liche die Justiz in München wegen der Platz­ver­gabe für den mittler­weile verscho­benen NSU-Prozess an. Wolff sprach von „juris­tisch forma­li­sierter Auslän­der­feind­lich­keit“. Neun NSU-Opfer waren türki­scher bzw. griechi­scher Herkunft. Dem Verfas­sungs­schutz warf der Redner völliges Versagen vor. Er gehöre abgeschafft.