Landrat: Sachsenlandhalle wird nicht als Notunterkunft gebraucht
Der Landkreis Zwickau ist in der Lage, Flüchtlinge unterzubringen, ohne Notunterkünfte aufmachen zu müssen. Damit wird auch die Sachsenlandhalle Glauchau nicht mehr gebraucht. Ein Sprecher des Landratsamtes erklärte am Freitag, Landrat Carsten Michaelis habe den Antrag auf Nutzungsänderung der Sachsenlandhalle bei der Bauaufsicht zurückgezogen.
„Mit Blick auf die aktuellen und prognostizierten Unterbringungskapazitäten im Landkreis zeichnet sich kurz- und mittelfristig keine Notwendigkeit der Inbetriebnahme von Notunterkünften ab“, so Michaelis (CDU).
Laut einer Informationsvorlage für die Kreistagssitzung am 6. März verfügt der Landkreis über 3.531 Plätze für Asylbewerber und Flüchtlinge, auch aus der Ukraine. 1.408 davon waren Ende Dezember belegt. Für das laufende Jahr rechnet das Landratsamt mit der Zuweisung von bis zu 1.300 Asylbewerbern und 200 Ukrainern, „wobei qualifizierte Schätzungen zu den tatsächlichen Ukraine-Flüchtlingszahlen nicht möglich sind“.