++ EIL ++

Letzte Ehre für Ex-Landtagspräsident Iltgen

Zuletzt aktualisiert:

Die sächsische Politik erweist Erich Iltgen, dem ersten Landtagspräsidenten nach der Wiedergründung des Freistaates im Jahr 1990, die letzte Ehre. Der Katholik und CDU-Politiker, der vor anderthalb Wochen mit 78 Jahren starb, wird am Freitag (11.00 Uhr) mit einem Staatsakt im Parlament geehrt - es ist der erste überhaupt. Dazu werden politische Freunde und Amtskollegen, Landtagsabgeordnete, Minister, der Bischof von Dresden sowie Familienangehörige und Freunde erwartet.

Iltgens Amtsnachfolger Matthias Rößler, Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und der Bundestagsabgeordnete und Weggefährte Arnold Vaatz (CDU) wollen sprechen. Danach wird der Sarg mit polizeilichem Ehrengeleit zur nahen Hofkirche gefahren, wo das Requiem stattfindet. Die Beisetzung ist im Anschluss im engsten Familienkreis geplant.

Iltgen stammte aus Köln und studierte nach 1954 in Halle (Saale). Danach arbeitete der Ingenieur im Kraftwerksanlagenbau Radebeul und im Sächsischen Serumwerk Dresden. Der Katholik leitete danach bis 1988 die Dombauhütte der Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen und war dann bis 1990 Bauamtsleiter der Diözese. In der Wendezeit moderierte er den Runden Tisch des Bezirkes Dresden, war Mitglied des Koordinierungsausschusses zur Bildung des Landes Sachsen und Landesstrukturbeauftragter der Arbeitsgruppe „Landtag“.