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Marienthal: Ein Stück der Bülaustraße verschwindet

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Der Lageplan „Erschließung JVA“ trügt. Die Rede ist von der Anlage, die für den Zwickauer Bauausschuss am Montag ausgereicht wurde und die im Internet zu sehen ist. Die Karte zeigt die künftige JVA-Straße, und dort stößt der Wendehammer fast an die Bülaustraße. Doch das ändert sich. Wie sich im Ausschuss herausstellte, verschwindet genau dieser Teil der Bülaustraße.

Auf der Tagesordnung stand die Vergabe der Bauleistung und weiterer Planungen für die JVA-Straße. Stadtrat Lutz Reinhold, BfZ, eröffnete die Diskussion. Mit einem Änderungsantrag wollte er erreichen, dass der geplante Wendehammer verworfen und stattdessen eine Durchfahrtsstraße gebaut wird. Planitzern, die zum Paulusfriedhof wollen, bleibt damit ein großer Umweg erspart und JVA-Insassen haben einen kürzeren Weg ins HBK, so seine Begründung sinngemäß. Gerald Otto (CDU) und Sven Itzek (AfD) teilten das Anliegen.

Alexander Schürer, der stellvertretende Leiter des Tiefbauamtes, überraschte zumindest einige mit der Information, dass ein Teil der Bülaustraße zurückgebaut wird – und zwar das Stück von der Stelle, wo früher das Haupttor vom RAW war, bis zum Parkplatz des Friedhofs. Unter anderem dort, wo früher die Busse hielten, ist künftig keine Straße, sondern Wiese.

Sylvia Staudte erklärte als sachkundige Einwohnerin, dass es sich bei dem Rückbau um eine Ausgleichsmaßnahme handelt – das sagt der B-Plan. Es wurde auch an den Vorhabensbeschluss für den Straßenbau erinnert. Baubürgermeisterin Silvia Queck-Hänel und Stadtrat Herbert Reischl wiesen außerdem darauf hin, dass es in dieser Sitzung um die Leistungsvergabe geht und nicht mehr um die Pläne für die Straße. Und so wurde nur über das abgestimmt, was die Verwaltung vorgelegt hatte. Eine Schneeberger Firma bekam den Zuschlag für den Straßenbau. Sieben Ausschussmitglieder stimmten dafür, zwei dagegen (Lutz Reinhold und Sven Itzek).