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Mauritius Brauerei: Geschäftsbetrieb läuft nach Insolvenzantrag weiter

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Die Zwickauer Mauritius-Brauerei hat gute Chancen, sich neu aufzustellen. Das erklärte der Sanierungsexperte Henry Girbig am Donnerstag. Die Brauerei verfüge über einen gesunden Unternehmenskern und es gebe keine Außenstände bei Steuer und Sozialversicherungen. „Aktuell werden mit Nachdruck Sanierungsoptionen geprüft, um den Geschäftsbetrieb nachhaltig zu stabilisieren und das Unternehmen zu sanieren.“

Teure Rohstoffe und Energie Hauptgründe für Schieflage 

Girbig wurde am Dienstag vom Amtsgericht Chemnitz als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt. Er begleitet die Privatbrauerei, die wegen der allgemein schwierigen Wirtschaftslage und massiver Kostensteigerungen für Rohstoffe und Energie in finanzielle Schieflage geraten ist - und weil insgesamt weniger Bier getrunken wird.

Löhne und Gehälter bis Mai gesichert

Der Geschäftsbetrieb mit den 51 Mitarbeitern wird uneingeschränkt fortgeführt. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind für März, April und Mai durch Insolvenzgeld gesichert. 

Mauritius-Chef: „Kunden und Lieferanten stehen hinter uns“

Girbig und Mauritius-Geschäftsführer Jörg Dierig hatten am Mittwochnachmittag die Belegschaft informiert. „Wir haben dabei viel Loyalität und Rückhalt für unsere Neuaufstellung erfahren. Auch zentrale Kunden und Lieferanten stehen hinter uns“, erklärte Dierig.

Insolvenzantrag kam überraschend

Zuletzt hatte das Unternehmen positive Schlagzeilen gemacht. So produziert Mauritius für Rewe in Ostdeutschland seit knapp einem Jahr das helle „Kosmonaut“-Bier. Und auch ihre Sachsengold-Palette hatte die Brauerei erweitert - ebenfalls um ein Helles.

Die Mauritius Brauerei GmbH wurde 1991 gegründet und blickt auf eine über 160-jährige Tradition am Standort Zwickau zurück.