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Maxhütte: Frösche zwischen Autos und Zügen

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Der grüne Teil der Zwickauer Maxhütte war bisher ein Geheimtipp. Seit dieser Woche stehen in dem Weiher- und Feuchtgebiet fünf neue Schautafeln. Sie erklären, was es mit diesem Stück Natur auf sich hat und welche Tier- und Pflanzenarten dort leben. Und das ist interessant.

Die neun Hektar befinden sich westlich von der Olzmannstraße zwischen zwei Gartenanlagen, südlich vom Mittelgrundbach. Zwischen Eisenbahn und B173-Lärm quaken Frösche, zwitschern Vögel, besonders gut hörbar der Kuckuck und der Specht. Das sind nur einige Arten, die sich akustisch bemerkbar machen.

Die Bombentrichter und einige weitere Tümpel machen das Gebiet zu einem besonderen Lebensraum, ebenso die feuchten Wiesen. Einiges wirkt sumpfig. An vielen Stellen stehen Pfützen, die Wege sind schlammig. Voriges Jahr sah es nach der langen Trockenheit anders aus. Einige Gewässer wurden ausgebaggert und vergrößert – für die Frösche und Molche.

Das Gebiet war früher eine Industriebrache, nachdem vor knapp 100 Jahren der Standort aufgegeben wurde. Warum dort 1944 so viele Bomben einschlugen, wird unterschiedlich erklärt – unter anderem mit den Eisenbahngleisen und mit der Flugzeugwerft in der Nähe.

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