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Meeraner Bürgermeister nimmt Politiker wegen Wismutmülls in die Pflicht

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Der Bürger­meister von Meerane, Lothar Ungerer, hat den Einwoh­nern von Waldsachsen verspro­chen, sich intensiv um die Besei­ti­gung des strah­lenden Wismut­mülls zu kümmern. Zu DDR-Zeiten war Halden­ma­te­rial für den Bau der Ortsstraße verwendet worden. Anwohner vermuten einen Zusam­men­hang mit mehreren Krebs­fällen in Waldsachsen. „Das Zeug muss raus!“, sagte Ungerer bei einer Einwoh­ner­ver­samm­lung am Montag­abend und kündigte zunächst Erkun­dungs­boh­rungen an. Zugleich betonte das Stadt­ober­haupt erneut, dass bishe­rige Messungen keine Grenz­wert­über­schrei­tungen ergeben hätten. Dennoch könne er die Sorgen der Menschen gut verstehen.

Ungerer sprach zudem von einer Mauer des Schwei­gens, hinter der sich frühere Verant­wort­liche verschanzt hätten. "Wir brauchen Zeugen, die die Verwen­dung des Halden­ma­te­rials bestä­tigen können." Weil für die Straße der Freistaat zuständig sei, sollten die Einwohner Druck auf die Landes- und Bundes­po­li­tiker ausüben, damit schnell Förder­mittel fließen.