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Mehrere tausend Teilnehmer bei Pegida-Kundgebung

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Nach dem Festakt zum Tag der deutschen Einheit sind in Dresden mehrere tausend Menschen einem Aufruf des fremden­feind­li­chen Pegida-Bündnisses gefolgt. In der Nähe des Haupt­bahn­hofes versam­melten sich am Nachmittag Tausende Menschen, unter ihnen erkennbar zahlreiche Neonazis, um von dort in die Nähe des Festge­ländes zu ziehen.  Für Aufsehen sorgte, dass die Versamm­lungs­auf­lagen nicht wie üblich vom Veran­stalter, sondern von einem Sprecher der Polizei verlesen  wurden. Der Polizei­spre­cher begrün­dete dieses Vorgehen mit einem Defekt an der Lautspre­cher­an­lage von Pegida und betonte, er mache das „gerne“. Dafür erhielt er lautstarken Applaus, und die Menge skandierte: „Eins, zwei, drei, danke Polizei!“  Auf Trans­pa­renten wurden Bundes­kanz­lerin Angela Merkel zum Rücktritt aufge­for­dert. „Frau Merkel, treten sie mit erhobenem Hauptes zurück, bevor man sie endgültig in die Wüste zum Sandkör­n­er­zählen schickt“, hieß es wörtlich auf einem Plakat.  Parallel dazu betei­ligten sich unter der Elbbrücke „Blaues Wunder“ etwa 250 bis 300 Menschen an einer Demons­tra­tion des rechten Bündnisses „Festung Europa“. Auf der Elbbrücke versam­melten sich etwa genauso viele Gegen­de­mons­tranten, die für ein offenes und buntes Dresden warben. Zunächst blieb alles fried­lich. (dpa)