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Menschenkette vor Dresdner Synagoge soll Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen

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Nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle wollen sich am Freitag (17:30 Uhr) Menschen bei einer Solidaritätskundgebung an der Dresdner Synagoge versammeln. Stadt, Kirchen und die TU haben aufgerufen, Stellung zu beziehen und ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Die Kundgebung wird musikalisch vom Bürgerchor und dem Philharmonischen Chor umrahmt, Vertreter von Kirche und Stadt werden dann auch am Schabbat-Gebet in der Synagoge teilnehmen.

Die jüdischen Mitbürger brauchten den Beistand der Stadtgesellschaft „in dieser schweren Zeit“, heißt es in dem Aufruf. Es dürfe nicht beim Entsetzen bleiben, erklärte Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Der Einsatz für die Würde und Unversehrtheit aller Menschen müsse „unser Alltag“ sein.

Am Mittwoch hatte ein schwerbewaffneter mutmaßlicher Rechtsextremist versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen und unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Sein Versuch scheiterte, danach soll er auf der Straße und in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben. Für 34 jüdische Einrichtungen in Sachsen gelten auf unbestimmte Zeit erhöhte Sicherheitsmaßnahmen, darunter Gemeinden, Friedhöfe und Gotteshäuser.