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Metall- und Elektroindustrie startet mit Sorge in das Jahr 2020

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Die sächsische Metall- und Elektroindustrie ist mit Sorge in das Jahr 2020 gestartet. Eine schwächelnde Konjunktur, schwelende Handelskonflikte und der Strukturwandel in der Automobil- und Zulieferindustrie lassen viele Betriebe pessimistisch auf die nächsten Monate blicken, sagte der Präsident des Unternehmensverbandes Sachsenmetall, Jörg Brückner, der Deutschen Presse-Agentur.

Den Angaben zufolge lagen die Neuaufträge in den letzten drei Monaten des Jahres 2019 neun Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Besonders der Maschinenbau (minus 20 Prozent) und die Metallindustrie (minus 18 Prozent) mussten Einbußen hinnehmen. Die Rezession habe sich zum Jahresende hin noch einmal beschleunigt, so Brückner. Insgesamt verzeichneten die mehr als 1700 Betriebe in der Metall- und Elektroindustrie 2019 sechs Prozent weniger Auftragseingänge als im Jahr zuvor. Da noch bestehende Aufträge abgearbeitet werden konnten, sanken Umsatz und Export mit jeweils einem Minus von zwei Prozent weniger stark.

Das macht sich auch in der Zahl der Beschäftigten in dem für Sachsen wichtigen Industriezweig bemerkbar: Im Dezember 2019 zählte die Branche 188 500 Mitarbeiter - und damit 1500 weniger als noch im Sommer. Erstmals seit 2009 habe sich damit die Zahl der Stammbelegschaft reduziert. Angesichts der schwierigen Situation sei ein erleichterter Zugang zu Kurzarbeit notwendig, so Brückner. Die Nachfrage nach Kurzarbeit bei vielen Firmen steige. (dpa)