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Minister­präsident Tillich erwartet Taten vom BAMF

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Dresden (dpa/sn) - Sachsens Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich hat beim Bundesamt für Migra­tion und Flücht­linge (BAMF) einen raschen Abbau noch unbear­bei­teter Asylan­träge angemahnt. „Schnelle Asylver­fahren sind drängend“, sagte der CDU-Politiker und derzei­tige Bundes­rats­prä­si­dent der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Dem BAMF stehe endlich mehr Personal zur Verfü­gung. „Entschei­dend ist nun, dass es in den nächsten Wochen und Monaten flächen­de­ckend zu einer wirkli­chen Beschleu­ni­gung der Asylver­fahren kommt und die Rückstände abgebaut werden.“ Das Nadelöhr BAMF müsse zu „einem großen Entschei­dungstor werden“, forderte Tillich. BAMF-Chef Frank-Jürgen Weise will am Freitag in Berlin eine Bilanz der Behörde für das vergan­genen Jahr ziehen und einen Ausblick in die Zukunft geben. Die Pläne Weises, der die Leitung des Amtes erst im September vergan­genen Jahres übernommen hatte, seien richtig, sagte Tillich. „Jetzt muss gelie­fert werden.“ Von den bundes­weit derzeit knapp 3.500 BAMF-Mitar­bei­tern sind in Sachsen 78 im Einsatz, davon 21 sogenannte Entscheider, die die Asylbe­werber anhören und über ihre Anträge beschließen. Seit November stieg ihre Zahl um fünf. Außen­stellen unter­hält das Bundesamt in Chemnitz und Markklee­berg bei Leipzig. Eine dritte Außen­stelle soll in Dresden entstehen. Von den derzeit noch rund 5.300 Flücht­lingen in den sächsi­schen Erstauf­nah­me­ein­rich­tungen ist der größte Teil noch nicht vom BAMF regis­triert. Bis zum 3. Januar wurden aus Sachsen 165 sogenannte Untätig­keits­klagen gegen das Bundesamt erhoben. Das sind Fälle, in denen Anträge über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten unbear­beitet blieben.