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Mordfall Wunderlich: Chefermittler sagt zu DNA-Spuren vor Gericht aus

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Im Prozess um den fast 30 Jahre zurück­lie­genden Mord an Heike Wunder­lich hat am Montag der feder­füh­rende Ermittler in dem Fall ausge­sagt. Vor dem Landge­richt Zwickau erläu­terte der Krimi­nal­po­li­zist Enrico Petzold, wie die Spuren vom Tatort mit dem Aufkommen der DNA-Analyse in mehreren Unter­su­chungs­reihen seit 1999 immer wieder unter die Lupe genommen wurden.

Demnach wurde erstmals 2001 eine unbekannte männliche DNA-Misch­spur gefunden. Diese Spur 29 führte schlie­ß­lich im Frühjahr 2016 zu Helmut S. als mutma­ß­li­chem Täter.

Dem heute 61-Jährigen wird vorge­worfen, die damals 18 Jahre alte Frau nahe Plauen im Vogtland verge­wal­tigt und erdros­selt zu haben. Der Frührentner, der aufgrund eines Schlag­an­falls nur einge­schränkt verhand­lungs­fähig ist, schweigt zu den Vorwürfen.

Petzold hatte den Fall Anfang 2001 übernommen und durch seine hartnä­ckige Ermitt­lungs­tä­tig­keit maßgeb­lich zur Aufklä­rung beige­tragen. Dafür wurde er im November vom Bund der Krimi­nal­be­amten Sachsen mit dem Paul-Koettig-Preis ausge­zeichnet.

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