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Mordprozess um Brandleiche - Gerichts­mediziner im Zeugenstand

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Mit der Befra­gung eines Gerichts­me­di­zi­ners ist am Morgen am Landge­richt Zwickau der Prozess um die Brand­leiche von Lauen­hain fortge­setzt worden. Zu Wort kam Dr. Karl-Heinz Thiele, der Mann, der die Leiche von Susann P. obduziert hat. Thiele hat in seinem Gutachten festge­stellt, dass das Opfer durch Ersti­cken und das Einatmen von Blut und Erbro­chenem gestorben sei. Zudem seien eine Vielzahl weiterer Verlet­zungen an Kopf und Körper festge­stellt worden. Ebenso führte er aus, dass die Stran­gu­la­tion des Halses nahezu bis zum Eintritt des Todes statt­ge­funden haben müsse, da der Adrena­lin­spiegel im Körper des Opfers unter­schied­lich hoch gewesen sei - ein Ausgleich sei dem Körper also nicht mehr möglich gewesen. Mit welchem Gegen­stand das Opfer erdros­selt worden ist, könne aufgrund der starken Verbren­nungen nicht zweifels­frei festge­stellt werden - so der Rechts­me­di­ziner der Univer­sität Leipzig. Angeklagt ist der 27-jährige Patrick. R. Er soll Susann P. getötet, missbraucht und anschlie­ßend angezündet haben, um das Verbre­chen zu vertu­schen.