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Mordprozess um Brandleiche: Zeugen haben das Wort

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Mit Zeugen­ver­neh­mungen ist der Prozess im Mordfall Susann P. am Dienstag weiter­ge­gangen. Ehema­lige Freunde und Bekannte schil­derten, wie sie den Angeklagten vor der Tat am 12. Februar erlebten. Gemeinsam hätten sie eine Disko besucht, wo der Beschul­digte keinen Alkohol getrunken habe. Eine junge Frau sagte aus, Patrick R. habe sie um Rat gebeten, was er tun müsse, um eine Freundin zu bekommen. Ein Aufrei­ßertyp sei er nicht, meinte die Zeugin. Ein psych­ia­tri­scher Gutachter zitierte aus einem Gespräch mit dem Beschul­digten im Gefängnis, wonach dieser sein Opfer nicht gekannt habe. Als Susann P., die er auf einer menschen­leeren Straße bemerkt und angespro­chen hatte, seine Annähe­rungs­ver­suche zurück­wies, habe der Angeklagte Rot gesehen und sie mit einem Schlüs­sel­band gewürgt.

Diesem Band könnte im Laufe des Verfah­rens noch eine größere Bedeu­tung zukommen. Denn noch ist nicht hundert­pro­zentig geklärt, ob es beim Würgen riss oder ob es Patrick R. nach der Tat abschneiden musste – Mord oder Totschlag, das ist die entschei­dende Frage. Die Mutter von Patrick R. machte von ihrem Recht Gebrauch, die Aussage zu verwei­gern.

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, sein Opfer getötet, missbraucht und verbrannt zu haben. Der Prozess wird fortge­setzt.