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Motorrad-WM auf dem Sachsenring bis 2016 gesichert

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Der Motorrad-Grand-Prix von Deutsch­land bleibt mindes­tens bis 2016 auf dem Sachsen­ring. Der ADAC und der WM-Promoter Dorna haben dazu jetzt die entspre­chende Lizenz unter­zeichnet. Veran­stalter bleibt wie bereits in diesem Jahr die Sachsen­ring Rennstre­cken Manage­ment GmbH. Das kommu­nale Unter­nehmen muss nächste Woche aller­dings erst einmal unter Beweis stellen, dass es das Motor­sport­spek­takel wirtschaft­lich stemmen kann. Bisher bleibt der Ticket­ver­kauf hinter den Erwar­tungen zurück. Von den 50.000 Wochen­end­ti­ckets sind bis jetzt erst 38.000 verkauft worden - vielen Fans sind die Karten zu teuer. „Die Einigung ist absolut im Inter­esse des Motor­sports. Wir denken, dass der Sachsen­ring die beste Strecke ist, um den deutschen Grand Prix auch in Zukunft auszu­tra­gen“, sagte Dorna-Sport-Chef Carmelo Ezpeleta. Sachsens Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich sprach von einer strate­gi­schen Entschei­dung des ADAC, die „für die gesamte Region eine große Anerken­nung“ sei: „Der Sachsen­ring ist ohne den Motorrad Grand Prix undenkbar.“ ADAC-Sport­prä­si­dent Hermann Tomczyk nannte den Vertrag den Grund­stein dafür, dass der Sachsen­ring auch in Zukunft das Mekka des deutschen Motor­rad­sports bleiben könne. Im Herbst 2011 hatte der vorhe­rige Organi­sator ADAC Sachsen wegen einer abseh­baren Kosten­ex­plo­sion den Grand Prix abgesagt. In den vergan­genen Jahren hatte jeweils ein Minus von rund 600 000 Euro zu Buche gestanden. Dieses wäre weiter gestiegen, da WM-Vermarkter Dorna seine Lizenz­ge­bühren verdop­pelte. Nach dem Protest Tausender Fans an der Strecke schal­tete sich das Land Sachsen ein und sagte für notwen­dige Umbauten an der Rennstrecke eine Förde­rung von 1,5 Millionen Euro zu. In den vergan­genen zehn Jahren kamen den Angaben zufolge durch­schnitt­lich mehr als 210 000 Besucher zu den WM-Läufen am Sachsen­ring. 

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Sari-Manager Wolfgang Streubel