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Müllabfuhr läuft – nicht nur das Wetter erschwert die Arbeit

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Die Temperaturen lagen in dieser Woche mitunter weit unter zehn Grad minus. Und es schneite heftig, besonders am Montag. Die Müllabfuhr liegt trotzdem größtenteils im Plan. Das kann zumindest die Entsorgungsgesellschaft Zwickauer Land für sich einschätzen – sie leert die schwarzen und blauen Tonnen im Altkreis Zwickau und in einem Teil der Stadt.

Die rund 40 Mitarbeiter, die mit 20 Fahrzeugen den Tourenplan abarbeiten, waren komplett unterwegs. Es gab keine Ausfälle und keine Unfälle. Lediglich in Einzelfällen musste unverrichteter Dinge weitergefahren werden, so die technische Leiterin Gisela Naumann: „In Verzug sind wir nur dort, wo wir die Straßen nicht anfahren können, weil es zu schmal ist, weil oftmals nur kleine Fahrzeuge wie Multicar geräumt haben, beidseitig geparkt wird und damit die Breite unter drei Meter liegt und unsere Fahrzeuge ganz einfach nicht mehr durchfahren können.“

Die Kälte und die Schneemassen sind schon ungewöhnlich, extrem, geben auch Mitarbeiter zu, mit denen wir Mitte der Woche gesprochen haben. Doch die beklagen sich nicht über das Wetter – darauf haben sie sich eingestellt. Sie reden mehr über die Tonnen, die irgendwo entfernt von der Straße im tiefen Schnee stecken und rausgehievt werden müssen. Bis auf eine Ausnahme hat er alle Tonnen irgendwie bis zum Müllfahrzeug gebracht und geleert, berichtet ein 52-jähriger Mitarbeiter der EGZ, teilweise mit Hilfe des Fahrers.

Bei der EGZ in Reinsdorf klingelten die Telefone deutlich häufiger als sonst. In der ersten Wochenhälfte waren es über hundert Anrufe. „Es gibt viele, die sich beschweren, warum der Kübel nicht restlos entleert worden ist“, sagt Gisela Naumann, „es wird auch nachgefragt, warum die Mitarbeiter heute später kommen und es gibt auch kein Verständnis, wenn der Behälter hinter einer Schneewehe steht und nicht herausgezogen werden kann.“

Auch auf der Straße, vor den Grundstücken gab es Reaktionen, erzählt der Mitarbeiter - gemischte: „Wir haben auch viel Zuspruch bekommen – viele haben gesagt, sie haben gar nicht damit gerechnet, dass wir kommen. Das freut uns. Aber viele sehen es auch nicht so, sie sind stur. Also das ist fifty-fifty.“

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