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Mutter Verursacherin des Pölbitzer Familienstreits

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Nach dem blutigen Streit eines jungen Paares am Donnerstag in Pölbitz sind Einzel­heiten über den Ablauf bekannt geworden. Die Frau, 22 Jahre alt, habe ihren vier Jahre älteren Lebens­ge­fährten mit einem Messer angegriffen, sagte uns Polizei­spre­cher Oliver Wurdak. Danach habe sie sich selbst verletzt. Die 17 Monate alte Tochter hatte eine Platz­wunde am Kopf erlitten – aber nicht während der elter­li­chen Ausein­an­der­set­zung, betonte Wurdak. Im Gegen­teil: Der Vater hatte noch die Wunde versorgt, bevor es zum Streit kam.

Die Mutter habe offenbar psychi­sche Probleme, so der Polizei­spre­cher, Drogen spielten aber keine Rolle. Gegen die Angrei­ferin wird wegen gefähr­li­cher Körper­ver­let­zung ermit­telt.

Das Jugendamt wusste von Problemen der jungen Eltern. Seit September 2014 habe das Paar Unter­stüt­zung im Rahmen der Famili­en­hilfe erhalten – letzter Kontakt am 30. Juli, so die Behörde. Bis dahin sei keine massive Gefähr­dung des Kindes­wohls zu erkennen gewesen.

Jetzt ist das Mädchen erst einmal im Heim. Wie es mit ihm weiter­geht, hängt vom Ausgang der polizei­li­chen Ermitt­lungen ab.