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Nach Anschlag in Meißen Drohung gegen Bauunternehmer

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Gegen den Besitzer der angezün­deten Asylun­ter­kunft in Meißen sind Drohungen aufge­taucht. Das sagte ein Polizei­spre­cher auf Anfrage unseres Senders. Konkret sei am Montag ein Brief beim Meißner Bauun­ter­nehmer Ingolf Brumm einge­gangen. Der Meißner Grünen-Kreisrat Martin Oehmi­chen hatte von einer Morddro­hung gespro­chen, die gegen 14.00 Uhr aufge­taucht sei. Zum genauen Inhalt und den Umständen wollte sich die Polizei nicht äußern. Brumm sprach beim MDR von einer Drohung per E-Mail und Telefon.Das für rechts­ex­tre­mis­ti­sche Straf­taten zustän­dige Opera­tive Abwehr­zen­trum übernahm die Ermitt­lungen. Auch dort konnte man keine näheren Angaben machen, man prüfe den Vorgang noch, sagte eine Sprecherin.Polizei­schutz für Meißner Bauun­ter­nehmer Die Geschäfts­räume des Bauun­ter­neh­mers werden nun aber verstärkt von Polizei­wagen bestreift, sagte Polizei­spre­cher Thomas Geithner. Ingolf Brumm hatte die geplante Asylun­ter­kunft an der Rauhen­tal­straße in Meißen zwei Jahre lang herge­richtet und saniert. Am Wochen­ende hatten Unbekannte im Gebäude Feuer gelegt. Bereits zuvor DrohungenBrumm hatte im MDR von einem "Anschlag mit Ansage" gespro­chen, so gab es bereits zuvor einen Aufkleber mit asylkri­ti­schen Inhalten an dem Gebäude. Landrat Arndt Stein­bach sagte dazu am Sonntag, Flücht­linge seien darauf "auf eine ironi­sche Art und Weise" begrüßt worden. Zudem seien die Privat­adressen des Bürger­meister und Landrates darauf gedruckt gewesen, mit dem Hinweis, mit dem Taxi dorthin zu fahren, wenn es den Flücht­lingen in der Unter­kunft nicht gefiele. Die Taxikosten würden die Politiker übernehmen. Stein­bach sagte dazu, er habe sich seine Gedanken dazu gemacht, es sei aber mehr im Bereich Satire und Ironie zu fassen, als dass es eine Bedro­hung für diese Einrich­tung gewesen wäre. Ingolf Brumm war am Montag­abend zunächst nicht erreichbar.