Nach Ende des Impfzentrums wird an Hausärzte verwiesen und herumgewurschtelt
Das Impfzentrum in Zwickau ist Geschichte. Das haben wir am Wochenende schon gemeldet. Doch über die Hälfte der Bevölkerung im Landkreis ist nicht geimpft. Gut drei Tage nach dem Ende des Impfzentrums gibt es allgemeine und unscharfe Antworten, wie weiter im Landkreis Impfungen angeboten werden.
Impfen sollen jetzt in erster Linie die Hausärzte. So sagt es die Corona-Homepage der sächsischen Ministerien. Das scheint in Ordnung zu gehen. Wie uns die Kassenärztliche Vereinigung auf Nachfrage mitgeteilt hat, impfen von den 216 Hausärzten im Landkreis Zwickau derzeit 157 gegen Corona. Die Arztpraxen im Kreis haben im Übrigen seit April rund 122.000 Dosen verabreicht. 176.000 waren es im Impfzentrum.
Dann werden die mobilen Teams weiter unterwegs sein. In dieser Woche impft ein Team im Übrigen weiter in der Stadthalle, die jetzt ein Impfpunkt ist. Ein weiteres Team macht in Langenhessen, Marienthal und Neuplanitz Station.
Demnächst soll es eine Reihe solcher Impfpunkte im Landkreis geben. Geeignete Orte werden in dieser Woche vom Landratsamt gesammelt. Ziel sind regelmäßige Impfungen am gleichen Ort.
Auch in Krankenhäusern wird die Corona-Schutzimpfung ab 1. Oktober für die Bevölkerung angeboten, wird auf der genannten Homepage angekündigt. Das Landratsamt teilte uns dazu mit, dass die eigenen Kliniken in Werdau und Glauchau keine Impfstelle eingerichtet haben. Das HBK hat unsere Anfrage dazu am Montagmittag bestätigt, aber noch nicht beantwortet. Von den Paracelsus-Kliniken kam dieses Statement: „Uns erreichte bis dato lediglich eine Anfrage seitens der Behörden zur generellen Bereitschaft seitens der Kliniken. Grundsätzlich unterstützen wir jede Initiative, die es den Menschen in der Region ermöglicht, sich möglichst einfach impfen zu lassen. Über das weitere Vorgehen ist uns derzeit jedoch noch nichts bekannt.“