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Nach Hochwasserschutz-Panne Schwarzer Peter bei Wehrbetreiber

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Nach der Panne mit der neuen Hochwas­ser­schutz­mauer in Wilkau-Haßlau haben Stadt und Landestal­sper­ren­ver­wal­tung einen Schul­digen ausge­macht. Nach ihrer Ansicht hat sich der Betreiber des Cains­dorfer Wasser­kraft­werks fluss­ab­wärts nicht an Auflagen gehalten. Dieser müsse bei Hochwasser das Wehr weiter öffnen, was offenbar nicht geschehen sei. Ulrich Nürnberger von der Landestal­sper­ren­ver­wal­tung sagte am Montag bei einem Krisen­ge­spräch vor Ort, "wir haben keinen Fehler gemacht." Den Planungen für die Mauer liege ein funktio­nie­rendes Wehr zugrunde. Kraft­werks­be­treiber Nikolaus Hagel wies die Vorwürfe zurück. Er sei am Samstag erst 8:15 Uhr vom Landratsamt über Alarm­stufe 2 infor­miert worden, sagte Hagel unserem Sender. Unabhängig davon habe er bereits 7:24 Uhr das "Wehr gezogen", obwohl er dazu nicht verpflichtet gewesen sei. Am frühen Samstag­morgen war das Mulde­wasser durch eine noch offene Schotte in der Mauer auf ein Firmen­grund­stück gelaufen. Dieses "Tor" muss erst bei Alarm­stufe zwei geschlossen werden. Obwohl diese noch nicht erreicht war, stand das Wasser bereits an der Mauer.

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Ulrich Nürnberger