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Nach über 30 Jahren: Aus für die Kita Auerbach

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Der Zwickauer Kinderhaus-Verein schließt eine seiner Kitas. Der Standort am Kiesweg in Auerbach wird nach über 30 Jahren dicht gemacht. Das hat Vereinsvorstand Hans-Jürgen Melle am Donnerstag mitgeteilt.

Kein Geld für Sanierung übrig

Grund dafür ist, dass die Stadt die Kita nicht mehr in ihrem Investitionsplan berücksichtigt. Dabei hätte das Gebäude in den nächsten Jahren dringend eine grundhafte Sanierung nötig gehabt. Doch Melle zeigt Verständnis für die Entscheidung der Stadt: „Unter anderem hätte die Ölheizung komplett ausgetauscht werden müssen. Badezimmer, Sanitäranlagen und Dächer sind in die Jahre gekommen und der Keller ist zum Teil feucht.“ Die Kosten für die Sanierungsarbeiten schätzt Melle auf mindestens eine Million Euro - ohne finanzielle Unterstützung nicht zu stemmen. 

Offen ist das „Wann“ und „Wohin“

Die Schließung ist für September 2027 oder September 2028 geplant. Eine Entscheidung darüber steht noch aus. Die Eltern sollen mit ins Boot geholt werden. Auch wenn es darum geht, wohin ihre Kinder umziehen sollen. Im Gespräch ist die Kita in Pöhlau, die alle 22 Kinder mitsamt den Erziehern aufnehmen könnte. Einen Personalabbau werde es nicht geben, versicherte Melle.

Zukunftsplan in Arbeit

Mit der Kita Auerbach muss der Zwickauer Kinderhaus-Verein zum ersten Mal überhaupt einen seiner Standorte auflösen. Hans-Jürgen Melle versprach, dass zumindest in den kommenden fünf Jahren keine weitere Schließung folgen wird. Damit das auch über diesen Zeitraum hinaus gewährleistet werden kann, ist die Stadt aktuell dabei, ein Kita-Strategie-Konzept zu entwickeln. Konkrete Inhalte verriet Sozialamtsleiter Marcel Kruppa aber noch nicht.

Audio:

Hans-Jürgen Melle, Geschäftsführender Vorstand des Zwickauer Kinderhaus-Vereins: