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Neben der Raubvogelsiedlung in Eckersbach soll Kies abgebaut werden

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In Zwickau-Eckersbach soll ein neuer Kiestagebau aufgemacht werden. Es geht um das Feld zwischen Raubvogelsiedlung und Halde 10. Das wurde im Stadtrat bekannt.

AfD-Stadtrat Andreas Wolf hatte sich erkundigt, was es mit Bohrungen auf sich hat, die er beobachtet habe. Bürgermeisterin Kathrin Köhler sagte, dass die Firma Normkies dort vorbereitende Maßnahmen treffe für den Kiesabbau auf einer Fläche von knapp 18 Hektar, das ist die Größe von etwa 25 Fußballfeldern.

Normkies-Chef Jörg Lehmann bestätigte das auf Nachfrage. Die Pläne hatten vor Jahren öffentlich ausgelegen. Er wolle in zwei bis drei Jahren mit dem Abbau beginnen.

Köhler zufolge war der Abbau vom Oberbergamt 2014 genehmigt worden. Schon 2010 habe sich die Stadt sehr kritisch zu diesen Plänen geäußert, weil für die angrenzenden Anwohner viel Lärm und Staub befürchtet wird - und aus Naturschutzgründen.

Unterdessen gibt es für die Schneppendorfer, die seit Jahren gegen zwei Abbaufelder kämpfen, ein wichtiges Datum: Am 17. Dezember werden die Pläne der Sandwerke Biesern abschließend im Oberbergamt in Freiberg erörtert, sagte Köhler. Ausgang offen. Sie bekräftigte, dass die Stadt „Heidi“ und „Susi“, so heißen die Abbaufelder in Schneppendorf, ablehnt.