• Teilnehmer eines rechten Aufmarsches der Partei "Der dritte Weg" gehen vor der Pauluskirche entlang. © Robert Michael/dpa

Neonazi-Aufzug in Plauen: Wöller sieht Versäumnisse bei Behörde

Zuletzt aktualisiert:

Nach dem martialischen Aufzug von Neonazis in Plauen hat Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) dem Landratsamt des Vogtlandkreises Versäumnisse attestiert. Nach einer Sitzung des Innenausschusses im Landtag kritisierte er am Donnerstag, dass die Behörde rechtliche Spielräume für Auflagen nicht ausschöpft habe. «Da wünsche ich mir manchmal mehr Mut von den Versammlungsbehörden.»  

Das Landratsamt hatte eine Versammlung mit Signalfackeln, Trommeln und Fahnen genehmigt. Am 1. Mai waren Anhänger der rechtsextremen Kleinstpartei Der Dritte Weg in uniformer Kleidung und im Stil der SA durch Plauen marschiert. Sachsen geriet damit erneut in die Schlagzeilen. (dpa)