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Neue Hausarztpraxis in Werdau öffnet am 1. Februar

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In Werdau herrscht akuter Hausarztmangel. Laut Kassenärztlicher Vereinigung sind Stadt und umliegende Gemeinden wie Langenhessen, Steinpleis oder Fraureuth komplett unterversorgt. Ende März wird außerdem eine der insgesamt 11 Hausarztpraxen für die Region schließen. Die junge Ärztin Carolin Fritsche will das mit einer neuen Praxis kompensieren. Sie öffnet am 1. Februar im Facharztzentrum an der August-Bebel-Straße 43 in Werdau.

Weil die Stadt als unterversorgt gilt, bekommt die 35-Jährige viel Unterstützung. Der Vermieter zahlt den Umbau der Behandlungsräume, sie selbst finanziert die Inneneinrichtung. Außerdem gibt es von der Kassenärztlichen Vereinigung 100.000 Euro Förderung. Fritsche stammt aus Oelsnitz im Vogtland, hat in Greifswald studiert und lebt mit ihrem Mann und den zwei Kindern in Werdau. Vor ihrer zweiten Elternzeit hat sie eine Weiterbildung an der Paracelsus-Klinik in Zwickau gemacht und gemerkt, dass sie gern eine eigene Praxis aufmachen möchte. „Ich habe mich für die Allgemeinmedizin entschieden, weil ich die Menschen gern bis zum Lebensende begleiten möchte - nicht wie im Krankenhaus, wo es nur Aufnahme und Entlassung gibt und man nie erfährt, was mit den Patienten wird“, sagt die zweifache Mutter. 

Fritsche kann bis zu 1.300 Patienten in ihrer Praxis aufnehmen. Vorrang haben diejenigen, deren Hausärzte in Rente gehen oder aus anderen Gründen schließen. Wer seinen Hausarzt wechseln möchte, kann anfragen.   

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