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Neue Pläne für Neuplanitz

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Neuplanitz befindet sich auf Talfahrt, was die Einwohnerzahl betrifft. Es wurden 2.300 Wohnungen abgerissen, viele Blöcke und einige Einrichtungen saniert. Es gibt Hingucker und schon länger eine Straßenbahnlinie. Der Leerstand liegt trotzdem bei 19 Prozent. Die Stadt will diese Entwicklung stoppen. In dieser Woche beschloss der zuständige Ausschuss des Stadtrates ein neues „SEKO“ für Neuplanitz, ein städtebauliches Entwicklungskonzept.

Für rund 3,6 Millionen Euro soll der Stadtteil aufgewertet werden. Das Konzept enthält sechs konkrete Maßnahmen. Bei fünf Projekten geht es im Wesentlichen um Sanierung: bei der Grünanlage zwischen Parkhaus „Linie 13“ und Elfgeschossern, dem Park- und Marktplatz Marchlewskistraße, dem Bolz- bzw. Spielplatz Ludwig-Krebs-Weg, der Goetheschule und der Kita „Pfiffikus“  – hier ist auch ein Teilabriss geplant. Außerdem soll auf dem Weg ein Teil des Millionen-Vorhabens Ballsportzentrum finanziell gestemmt werden – eine Million ist für die Außenanlagen vorgesehen.

Das Konzept ist die Voraussetzung für Fördermittel. Das entsprechende Programm läuft bis 2027. Im Laufe des Jahres erfährt die Stadt, ob sie mit dem Konzept für Neuplanitz dabei ist, also etwa 2,4 Millionen von Bund und Land erhält. Doch um die Projekte umzusetzen, muss auch der Eigenanteil im Haushalt vorgesehen werden – und die Stadträte müssen jedes Vorhaben einzeln absegnen. Letzteres ließ sich in dieser Woche ein Ausschussmitglied nochmal bestätigen, bevor über das SEKO abgestimmt wurde.

Zirka acht Prozent der Zwickauer wohnen in Neuplanitz. Auch das steht im SEKO.

Audio:

Interview mit Jens Raußer, Leiter des Stadtplanungsamtes