Stolpersteine erinnern an Familie Kleinberger
Auf der Römerstraße in Zwickau sind am Dienstag neue Stolpersteine eingeweiht worden. Genau wie die 37, die es in Zwickau bereits gibt, sollen auch sie an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Die zehn neuen in der Römerstraße 23 sind für die jüdische Familie Kleinberger verlegt worden, der das Haus bis 1934 gehörte. In dem Jahr mussten Wolf und Paula Kleinberger vor den Nazis flüchten. Ihre Not trieb sie nach Jerusalem, wo der Großteil der Familie bis Heute lebt.
Insgesamt 18 Nachfahren der beiden waren am Dienstag bei der Einweihung der Gedenksteine in Zwickau dabei. Darunter auch Edna Friedländer, die Enkelin von Wolf und Paula Kleinberger. „Ich freue mich, dass meine Kinder und Enkelkinder mitgereist sind zu dieser Einweihung heute, die für uns alle sehr sehr wichtig ist“, sagte die 79-Jährige unserem Sender.
Zuvor hatten Schüler des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums den Angehörigen das Geigenstück aus dem Film „Schindlers Liste“ vorgespielt und in einem Theaterstück die Flucht der Familie dargestellt. Nach der Einweihung sangen einige Familienmitglieder die israelische Nationalhymne vor dem Haus in der Römerstraße.
Auch Oberbürgermeisterin Constance Arndt war mit vor Ort. Sie betonte nochmals, wie wichtig das Erinnern ist und dass die Stolpersteine zum Beispiel auch das kulturelle Erbe symbolisieren, das der Stadt Zwickau durch den Nationalsozialismus verloren gegangen ist.