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  • Dieser Abschnitt der Saarstraße soll kurzfristig ins Bauprogramm aufgenommen werden.

Neues vom Straßenbau - was gemacht wird, was nicht und was warten muss

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Straßenbau war das Thema, das diese Woche im Zwickauer Bauausschuss am meisten besprochen wurde. Beschlossen wurden Vorhaben, die zu erwarten waren: dass knapp 20 Straßenabschnitte im Schnellverfahren eine dünne Asphaltschicht erhalten und dass die Marienthaler Straße auf weiteren 500 Metern erneuert wird. Daneben gab es eine positive Überraschung und Enttäuschungen.

Zunächst die Nachricht der Woche, die hinter verschlossenen Türen besprochen wurde: Die Saarstraße, eine der schlimmsten Huckelpisten, soll im ersten Abschnitt auf Vordermann gebracht werden - zwischen Humboldtstraße und Parkstraße wird das Kopfsteinpflaster entfernt und durch Asphalt ersetzt, so der Plan. Nach unseren Informationen sind die notwendigen rund 300.000 Euro woanders übrig, sodass die Saarstraße vorgezogen werden kann. Das Vorhaben soll im nächsten Finanzausschuss öffentlich behandelt und beschlossen werden.

Zwei Neuigkeiten verlangen Geduld von bestimmten Zwickauern und Nachbarn. Die Marienthaler Straße bekommt zwar eine neue Fahrbahndecke zwischen Brander Weg und Bülaustraße, doch der separate Radweg ab Weinhof Marienthal wird dieses Jahr nicht gebaut, weil dafür vorerst keine Fördermittel fließen. Jetzt ist von 2027 die Rede - wenn das Geld kommt.

Seit vielen Jahren gilt die Bahnstraße als dringender Sanierungsfall. BfZ-Stadtrat Tristan Drechsel hoffte, dass sie in der Liste der Straßen auftaucht, wo Abschnitte mit einer Dünnschicht geglättet werden und nach ein paar Stunden wieder befahrbar sind. Doch das ist nicht der Fall. Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn erklärte, warum das so ist: 2029 oder 30 soll der Bahnübergang umgebaut werden - wenn dann die Bahnstraße ohnehin gesperrt ist, soll sie richtig erneuert werden, nicht nur oberflächlich.

Eine schlechte Nachricht gab es für Stadtrat Günter Badstübner vom BSW und für viele andere Zwickauer. Auf seine Frage im Bauausschuss, wann die Fröbelstraße zwischen Kreuzung Hegelstraße und Gärtnerei Ziegengeist in einen befahrbaren Zustand versetzt wird, gab es diese Antwort: Bei diesem Stück der Fröbelstraße handele es sich um eine Sackgasse mit geringer Verkehrsbedeutung; der Straßenabschnitt weise keine verkehrsgefährdenden Schäden auf und sei nicht verankert in der Prioritätenliste dringend zu sanierender Straßen.