Neues VW-Softwarezentrum in Dresden soll 122 Fertigungsstätten vernetzen
Die Gläserne Manufaktur in Dresden eröffnet am Donnerstagabend ein neues IT-Zentrum. Bis zu 80 Arbeitsplätze für Softwareexperten entstehen, teilte VW-Sprecher Carsten Krebs mit. Bis zum Jahresende sollen die ersten 40 IT-Experten die neuen Büros am Straßburger Platz beziehen. Sie sollen digitale Produktionsplattformen entwickeln, um die 122 VW-Fertigungsstätten zu vernetzten. Dazu nutzt VW Plattformen von Siemens und Cloud-Dienste von Amazon. Alle Daten sollen zusammengeführt und damit Produktion und Logistik durchgängig digitalisiert werden. So sollen beispielsweise überall Informationen vorliegen, welche Teile gerade zu Neige gehen oder wo Updates an Maschinen und Robotern notwendig sind.
Für die Gläserne Manufaktur bedeutet die Eröffnung die konsequente Weiterentwicklung zum Hightech-Standort und „Center of Future Mobility“, teilte VW-Sprecher Carsten Krebs mit. Bereits zum Tag der Eröffnung existiert eine erste sichtbare Anwendung zur optischen Qualitätskontrolle in der Montage. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Einsatz künstlicher Intelligenz, die das menschliche Sehen adäquat nachbildet. Das neue Team hat die Software für die optische Qualitätskontrolle entwickelt – die Roboter-Anwendung kommt vom Dresdner Startup Wandelbots.
Martin Hofmann, IT-Chef Volkswagen Konzern, sagt: „Mit dem neuen IT-Entwicklungszentrum in der Gläsernen Manufaktur werden wir unser Expertenwissen weiter ausbauen. Denn Kompetenz in wichtigen Technologiebereichen sichert uns die Zukunft.“
Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: „Ich freue mich über die Entscheidung von Volkswagen, in der sächsischen Landeshauptstadt ein konzern- und weltweit aktives Softwareentwicklungszentrum aufzubauen. Die neue Einheit in der Gläsernen Manufaktur stärkt den Automobil- und den IT-Standort Sachsen gleichermaßen. Denn intelligente Software wird zur Verbesserung ressourceneffizienter Produktionsprozesse immer wichtiger.“