Neujahrsansprache: OB über Terror, Erfolge und mehr Miteinander
Oberbürgermeisterin Pia Findeiß hat zu einem besseren Miteinander aufgerufen. In ihrer Neujahrsansprache sagte die SPD-Politikerin am Freitagnachmittag vor knapp 400 geladenen Gästen in der Neuen Welt: „Indem wir auf Menschen zugehen, die uns bisher fremd waren, können wir Zwickau noch lebens- und liebenswerter gestalten.“
Findeiß bezog sich damit auch auf die Ereignisse um die Terrorzelle, die Zwickau Negativschlagzeilen bescherte. Sie habe daher Streetworker, Vertreter von Kirchen und Vereinen, aus Politik und Behörden zu einem Gedankenaustausch eingeladen.
Innenminister Markus Ulbig dankte die Oberbürgermeisterin für sein „offenes Ohr für unsere Sorgen“ mit den Rechtsterroristen. Mit finanzieller Unterstützung seines Hauses könne das Weißenborner Haus abgerissen und so eine Wallfahrtsstätte für Neonazis verhindert werden.
Findeiß lobte aber auch die Erfolge. Wichtige Großprojekte wurden begonnen oder fertiggestellt - Kornhaus, Schwimmhalle Muldeparadies und Schulen zum Beispiel. Vorausschauend hob die Stadtchefin die Stadionneubaupläne hervor, genauso wie den Kampf gegen Gebäudeverfall und die Tatsache, dass Kita-Gebühren nicht erhöht werden trotz ständig steigender Betriebs- und Personalkosten. 14 Millionen Euro würden aufgewendet, um bezahlbare Gebühren zu ermöglichen.
Zwickau befinde sich in einer soliden Finanzsituation, sagte Findeiß. „Wir können keine großen Sprünge machen, aber einen Schritt nach dem anderen gehen.“