NGG-Geschäftsführer Lißner fordert "Energiepreisdeckel"

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Die rasant steigenden Preise bereiten auch vielen Haushalten im Kreis Zwickau große Sorgen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) spricht jetzt von alarmierenden Zahlen, und beruft sich auf eine regionale Kaufkraftanalyse des Pestel-Instituts in Hannover.

Demnach musste ein durchschnittlicher Haushalt im Landkreis im ersten Halbjahr allein bei Nahrungsmitteln 37 Euro mehr pro Monat einplanen. Die Mehrausgaben für Energie beliefen sich auf monatlich 32 Euro, Mobilität verteuerte sich um acht Euro.

NGG-Geschäftsführer Thomas Lißner spricht sich für einen „Energiepreisdeckel“ aus, um Privathaushalte vor explodierenden Kosten für Gas und Strom zu schützen. Dabei müssten alle Entlastungen sozial ausgewogen sein. Lißner: „Starke Schultern können mehr tragen als schwache. Deshalb wäre es auch konsequent, Reiche stärker an der Finanzierung der Krisenlasten zu beteiligen – zum Beispiel durch eine einmalige Vermögensabgabe.“