- Die frühere Paracelsus-Klinik
HBK schließt eine Notaufnahme und bündelt weitere Bereiche
In Zwickau gibt es ab Freitag nach Ostern nur noch eine Notaufnahme - die in der früheren Paracelsus-Klinik hat am 9. April das letzte Mal geöffnet. Das war bereits auf Aufstellern zu lesen. Am Mittwochnachmittag informierte das HBK darüber die Medien und nannte weitere Details der sogenannten Neuausrichtung seiner Standorte: Bis zum 27. April ziehen schrittweise drei weitere Fachbereiche um in die Zentrale an der Karl-Keil-Straße: die Innere Medizin, die Neurologie II und die Intensivmedizin.
Um das Zusammenlegen der Bereiche zu erklären, verweist das HBK auf die aktuelle Krankenhausreform. Doppelstrukturen sollen beseitigt werden, Leistungsangebote konzentriert werden, nannte uns Unternehmenssprecherin Cathleen Schubert als ein Ziel der Umgestaltung. Ein weiteres ist der Ausbau des ambulanten Bereichs.
Die Zahl der Patienten wird in der Notaufnahme steigen, aber in einem sehr geringen Umfang, schätzte Cathleen Schubert. Insgesamt sieht sie einen großen Vorteil: Der Hauptstandort bietet mehr Möglichkeiten für Diagnose und Behandlung. Sie können sofort genutzt werden - ohne Verlegung von einem Standort zum anderen.
Cathleen Schubert betonte, dass die Teams an der Werdauer Straße wertvolle Arbeit geleistet haben und dass die Klinik sie langfristig halten möchte. Betroffen von dem Standortwechsel sind rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Etwa 150 bleiben in der früheren Paracelsus-Klinik. Dort sollen die Fachbereiche Orthopädie und Schmerztherapie weiterentwickelt und ambulante Angebote erweitert werden. Mit Letztgenanntem sind das OP-Zentrum und die Facharztpraxen gemeint - bereits im Mai soll eine gastroenterologische Praxis eröffnet werden.
