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OB Arndt und SVZ-Chef: ÖPNV braucht mehr Geld!

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In einem offenen Brief an die Landtagsfraktionen schlagen die fünf größten Städte Sachsens, darunter also auch Zwickau, Alarm. Es geht um den ÖPNV, um dessen Zukunft es schlecht steht, wenn nicht gegengesteuert wird.  

Ortstermin Freitagvormittag an der Zentrum-Haltestelle in Zwickau. Oberbürgermeisterin Constance Arndt ist gekommen, der Chef der Städtischen Verkehrsbetriebe (SVZ), Steve Preißner, auch. Ernste Mienen. Denn der Öffentliche Personennahverkehr blickt in den finanziellen Abgrund.

„Um das Bus- und Straßenbahnangebot zu erhalten, den Erfordernissen anzupassen und zukunftsfähig zu halten, benötigen die Städte Planungssicherheit und die nachhaltige Unterstützung von Bund und Land“, betont Arndt. Bleibt die aus, müssten Fahrpläne ausgedünnt werden. Und das, obwohl die Fahrgastzahlen in Zwickau seit 2019 um 20 Prozent gestiegen sind, wie Preißner erklärt.

Doch die Kosten für Energie und Personal steigen noch schneller. Dazu kommt, dass die Ticketeinnahmen politisch gewollt gesunken sind – Stichwort: Deutschland- und Bildungsticket. Sein Unternehmen, so Preißner, mache immer mehr Verlust: „Bei der SVZ hat sich alleine daraus inzwischen eine zusätzliche Belastung von ca. 3,3 Mio. Euro ergeben, eine angemessene Erhöhung der Landesmittel ist dazu bisher ausgeblieben.“