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OB in Neujahrsrede: „Jeder ist willkommen!“

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Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt hat dazu aufgerufen, Veränderungen als Chance zu begreifen. Sie würden oft als bedrohlich empfunden. Aber die Geschichte zeige, Veränderungen ließen sich nicht aufhalten, sagte das Stadtoberhaupt in seiner Rede zum Neujahrsempfang am Donnerstag vor etwa 400 geladenen Gästen in der Neuen Welt. Der demografische Wandel bringe die Herausforderung mit sich, Menschen für die Region zu begeistern. Zuzug sei unerlässlich. Dafür brauche es eine Willkommenskultur. „Jeder ist willkommen!“, so die Parteilose.

Arndt dankte den ehrenamtlich Tätigen und hob vor dem Hintergrund des Krieges besonders das Engagement der Ukrainehilfe hervor. Aber auch Initiativen wie „Zusammen füreinander“, ein Hilfsprojekt von Gastronomen, seien in diesen Zeiten wertvoll.

In Zwickau wurden 2022 einige Bauprojekte abgeschlossen. Arndt nannte u.a. die Grundschule Crossen, die Anne-Frank-Schule und die Olzmannstraße. Ebenso seien die umfangreichen Arbeiten im Schwanenteichgelände beendet worden. Für die Fläche des ehemaligen Schlosses interessierten sich Investoren, ließ die Rathauschefin wissen.

Mit Blick auf das neue Jahr sprach Constance Arndt zwar von einer „misslichen Haushaltssituation“. Investiert werde trotzdem: in den Breitbandausbau, die Feuerwehr, in Kitas zum Beispiel sowie in Schulen und deren Digitalisierung.

Optimistisch sei sie, sagte die Oberbürgermeisterin, dass für das Ballsportzentrum eine Lösung gefunden wird, nachdem Ministerpräsident Michael Kretschmer Hilfe zusagte – so wie seinerzeit beim Schocken-Kaufhaus. Dort dreht sich der Baukran inzwischen.

Auch kulturell habe Zwickau einiges zu bieten in 2023: das 20. Stadtfest, den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und 100 Jahre Stadtbibliothek.

Nach der Ansprache wurden der Automobilhistoriker Prof. Peter Kirchberg und die Geschichtslehrerin Dorit Seichter vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille ausgezeichnet. Kirchberg hatte sich, auch als Mittler der Audi AG, für das August- Horch-Museum einsetzt. In der Laudatio zu Seichter heißt es, sie zeichne sich seit vielen Jahren durch ein Engagement aus, das weit über das übliche Unterrichtsspektrum hinausreiche.