Oberbürgermeisterin bestürzt über JOH-Pleite
Oberbürgermeisterin Pia Findeiß hat die endgültige Pleite für das Kaufhaus JOH als "Tiefschlag für die Innenstadtentwicklung" bezeichnet. Das Unternehmen habe eine wichtige Funktion als Bindeglied zwischen Arcaden und Hauptstraße, sagte Findeiß am Donnerstag unserem Sender. Man habe der Geschäftsleitung versucht zu helfen, doch die habe sich den Entscheidungen der Gesamtkette unterordnen müssen. Im September soll für JOH nach 22 Jahren Schluss sein. Die 52 Beschäftigten bekommen nach Angaben des Insolvenzverwalters in den nächsten Tagen ihre Kündigung.
Sprecher Pietro Nuvoloni sieht aber berechtigte Hoffnungen, den Kaufhausstandort Hauptstraße zu erhalten. Ob unter dem Namen JOH oder einem anderen, müssten die derzeit laufenden Gespräche mit Interessenten für die gesamte Kette zeigen. Um auch die jeweilige Kommunalpolitik mit einzubinden, habe man stellvertretend den Bürgermeister der hessischen Stadt Gelnhausen, dem Standort des Stammhauses, in den Gläubigerausschuss geholt.