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Öffentlichkeit im Görlitzer Prozess um Tod eines Säuglings ausgeschlossen

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In Görlitz hat heute der Prozess gegen eine junge Mutter aus Bernstadt auf dem Eigen begonnen. Sie soll ihren knapp drei Monate alten Säugling so heftig geschüttelt haben, dass er gegen eine harte Kante stieß. Der Junge erlitt schwere Kopfverletzungen, an denen er wenig später verstarb. Die Staatsanwaltschaft wirft der 20-Jährigen Körperverletzung mit Todesfolge vor.  

Nach Verlesung der Anklage wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen – auf Antrag des Verteidigers. Der Vorsitzende Richter am Landgericht Görlitz, Hauke Hinrichs, begründete die Entscheidung mit dem Alter der Angeklagten. Das Interesse der Öffentlichkeit müsse sich ihrem Schutz unterordnen. Es würden möglicherweise Aussagen aus ihrem engsten Privatleben in den Prozess einfließen.  

Acht Verhandlungstage bis Mitte Januar sind geplant. Die Angeklagte befindet sich seit Februar in Untersuchungshaft.