Offener Brief: Lokalpolitiker warnen vor Theater-Aus
Die Zukunft des Theaters Plauen-Zwickau steht auf dem Spiel, befürchten Lokalpolitiker beider Städte. Geplante Kürzungen im Kulturetat des Freistaates gefährdeten die finanzielle Stabilität des Hauses, heißt es in einem offenen Brief an Ministerpräsident Michael Kretschmer und Kulturministerin Barbara Klepsch - unterzeichnet von vier Fraktionen. In Zwickau sind das die CDU und die Progressiven Demokraten.
Theater droht Millionen-Loch
Die Mittel aus dem sogenannten Kulturpakt reichten nicht aus, um eine angemessene Bezahlung der Mitarbeiter sicherzustellen. Die Erhöhung der Mindestgagen und der Tarifabschluss von 2023 (insgesamt plus zehn Prozent) hätten zu erheblichen Kostenerhöhungen geführt. Trotz gestiegener Einnahmen durch den Kartenverkauf drohe dem Theater im kommenden Jahr ein Fehlbetrag von 1,2 Millionen Euro.
Träger haben schon nachfinanziert
Die Städte Plauen und Zwickau als Gesellschafter haben bereits Einsparpotenziale erarbeitet und zusätzliche Zuschüsse bereitgestellt. Am Mittwoch versammelten sich vor dem Landtag in Dresden Hunderte Kulturschaffende des Landes, um gegen die Kürzungspläne zu protestieren.