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Opposition wirft Regierung „Fehlstart“ zum Schuljah­resbeginn vor

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Angesichts des Lehrer­man­gels an Sachsens Schulen haben Linke und Grüne vor einem Bildungs­not­stand gewarnt. Mit der Perso­nal­po­litik der Landes­re­gie­rung sinke die Qualität der Bildung im Freistaat, sagte die Linken-Abgeord­nete Cornelia Falken am Mittwoch in einer von ihrer Faktion zum Schul­jah­res­start beantragten aktuellen Debatte im Landtag. Sie warf der CDU Versagen vor und forderte ein Perso­nal­ent­wick­lungs­kon­zept. Ihre Grünen-Kollegin Petra Zais sprach von einem Fehlstart. „Der Lehrer­mangel ist hausge­macht. Er ist Ergebnis der CDU-Bildungs­po­litik.“ 45 Prozent der neuein­ge­stellten Lehrkräfte seien Seiten­ein­steiger, und schon zum Schul­jah­res­be­ginn würden mangels Perso­nal­re­serven Stunden gestri­chen.Kultus­mi­nis­terin Brunhild Kurth (CDU) nannte die Seiten­ein­steiger „eine Berei­che­rung“. Ihr Frakti­ons­kol­lege Lothar Bienst verwies auf das gute Abschneiden Sachsens beim Bildungs­mo­nitor. „Da haben wir nun mal als CDU-regiertes Land den ersten Platz gemacht.“ Auch er wünsche sich mehr Lehrer. Dies müsse jedoch im finan­zi­ellen Rahmen erfolgen. „Wenn ich weiß, dass wir ein Drittel des Gesamt­haus­halts für Bildung aufbringen, dann ist das eine enorme Leistung“, sagte er.Die SPD-Expertin Sabine Friedel forderte eine Verbes­se­rung der Attrak­ti­vität des Lehrer­be­rufes in Sachsen. In Zukunft werde es noch schwerer, Lehrer zu gewinnen, warnte sie. (DPA)