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Pauluskirche läutet ihr Jubiläum ein - wortwörtlich

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Am Samstagvormittag werden viele Marienthaler ihre Ohren spitzen. 10 Uhr läuten die Glocken der Pauluskirche nicht wie gewohnt, sondern einzeln und in verschiedenen Kombinationen. Mit diesem Glockenkonzert lädt die Gemeinde zur Festwoche ein. Auch die Turmbläser werden am nächsten Tag weit über den Kirchplatz hinaus zu hören sein. Auf dem Programm stehen bis zum 11. Oktober mehrere Konzerte. Dass 125 Jahre Pauluskirche mit viel Musik gefeiert wird, liegt auf der Hand.

Kirchenmusik war und ist ein Markenzeichen der Marienthaler Gemeinde. In Zwickau bekannt sind unter anderem der Posaunenchor und die jährlichen Musical-Aufführungen als Höhepunkt der Kindersingewoche. „Gotthold Schwarz hat hier gesungen und die Kirchenmusik in Marienthal mit geprägt, bevor er nach Leipzig ging und später Thomas-Kantor wurde“, erklärte uns Kirchenmusiker Matthias Grummet dessen Mitwirken beim Jubiläumskonzert, „und es werden noch mehr Musiker auftreten, die ihre Wurzeln in Marienthal haben - zum Beispiel mein Vorgänger Christoph Zimmermann und seine Frau Dorothea.“

Das Konzert wird die 125 Jahre Revue passieren lassen. Daneben gibt es eine Chronik, die der frühere Pfarrer Jochen Zimmermann geschrieben hat und am Mittwoch vorstellt. Er wird vermutlich auch erzählen, wie und warum der alte gotische Altar bei einer Nacht-und-Nebel-Aktion verschwunden ist.

Während die Pauluskirche außerhalb der Gottesdienste und der anderen Veranstaltungen geschlossen ist, stehen in den nächsten Tagen die Türen offen - an den Wochenenden und von Montag bis Freitag nachmittags. „Es ist eine Ausstellung des früheren Pfarrers Wolfgang Barnert zu sehen. Es gibt verschiedene Angebote von Lego-Zeit bis zum Kirchen-Yoga“, kündigte Matthias Grummet, Leiter des Organisationsteams, an, „wir möchten die Zwickauer und Gäste der Stadt einladen, vorbeizuschauen, hineinzuschnuppern und die gesamte Bandbreite der Gemeindearbeit kennenzulernen.“