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PEGIDA-Demonstration und Gegendemo

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Auch an diesem Montag haben "Pegida"-Anhänger und Gegner in Dresden demons­triert. "Pegida" lud zum Weihnachts­lieder-Singen auf den Theater­platz ein. "Dresden Nazifrei" ist vom Bahnhof Neustadt zum Schlo­ß­platz gezogen und demons­trierte in "Sicht- und Hörweite". 4500 Teilnehmer wurden von der Polizei gegen 19:30 Uhr gezählt. Bei Pegida versam­melten sich demnach über 17.500 Teilnehmer. Wie eine Sprecherin der Dresdner Polizei mitteilte, sei es an der Augus­tus­brücke zu einer Rangelei gekommen. Zudem sei am Fürstenzug ein 17-Jähriger, der zur Gegen­de­mons­tra­tion wollte, von Unbekannten leicht verletzt worden. Er sei in's Kranken­haus gebracht worden.In der abschlie­ßend Presse­mit­tei­lung der Dresdner Polizei heißt es dazu:Gegen 18.40 Uhr wurde ein 17-Jähriger, der mit zwei Beglei­tern auf dem Weg zur Gegen­de­mons­tra­tion war, im Bereich des Fürsten­zuges/Augus­tus­straße leicht verletzt. Ein Unbekannter hatte aus einer Perso­nen­gruppe heraus den Jugend­li­chen geschlagen. Er wurde zur Behand­lung in ein Kranken­haus gebracht. Die Polizei hat die Ermitt­lungen wegen Körper­ver­let­zung aufge­nommen.Gegen 18.45 Uhr stellten Einsatz­kräfte auf der Augus­tus­brücke die Identität von 19 Personen fest und sprachen ihnen in der Folge Platz­ver­weise aus. Dem voraus­ge­gangen war ein Hinweis, dass aus dieser Gruppe heraus, Pegida­teil­nehmer belei­digt und beworfen wurden. Verletzte sind der Polizei derzeit nicht bekannt.Semper­oper setzt Zeichen für Weltof­fen­heitAn der Semper­oper hingen mehrere große Banner, die für eine weltof­fene Gesell­schaft warben. Gleich­zeitig wurde während der Pegida-Demo die Außen­be­leuch­tung der Oper abgeschaltet. Mit Beamern wurde "Dresden für alle" auf die Wand des Opern­hauses proji­ziert. Auch auf den Bildschirmen in den Straßen­bahnen der DVB wird für ein "weltof­fenes und zukunfts­fä­higes Dresden" geworben. Die Polizei hatte den Theater­platz abgerie­gelt. Aller­dings waren deutlich weniger Beamte im Einsatz als in der Vorwoche - etwa 700 waren es. Am vergan­genen Montag waren über 15.000 Menschen zur "Pegida"-Demons­tra­tion gekommen. Bei den Gegen­de­mons­tra­tionen wurden rund 6.000 Teilnehmer gezählt. Die nächsten Demons­tra­tionen wurden für den 5. Januar angekün­digt.