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Petersilie sorgt für Polizeieinsatz im Dresdner Landgericht

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Eine ungewöhn­liche Werbe­ak­tion hat am Freitag­vor­mittag am Dresdner Landge­richt einen Polizei­ein­satz ausge­löst. Bei der Poststelle des Gerichtes waren 40 Briefe an die Richter einge­gangen. In allen Briefen waren "Krümel". Die Behörde infor­mierte die Polizei. Wie sich dann heraus­ge­stellt hat, handelte es sich um eine Werbe­ak­tion des Karls­ruher Kinder­hilfs­werk. Der Verein hatte bundes­weit mehrere tausend Briefe an Spender rund Behörden geschickt. Die Briefe waren mit Peter­si­li­en­samen versehen. Damit sollte auf den eigenen Landwirt­schaft­li­chen Anbau von Kinder­hilfs­dör­fern in Latein­ame­rika hinge­wiesen werden. Mit den Samen will das Kinder­hils­werk zu Spenden für die Kinder­dörfer aufrufen. Laut Polizei bestand keine Gefahr für die Mitar­beiter, die "Krümel" wurden vorsorg­lich dennoch in ein Labor des Landes­kri­mi­nal­amtes gebracht.Wie ein Feuer­wehr­spre­cher unserem Sender sagte, konnte am frühen Nachmittag endgültig Entwar­nung gegeben werden. Die Samen-Aktion hat nach Infor­ma­tionen von Bild.de auch bei Behörden in Thüringen und Nieder­sachsen zu Fehlalarmen geführt.Kinder­hilfs­werk entschul­digt sichDie Initia­toren des Projektes vom Kinder­hilfs­werk in Karls­ruhe ("Unsere kleinen Brüder und Schwes­tern e. V./nph Deutsch­land") entschul­digten sich inzwi­schen für die verun­glückte Werbe­ak­tion. "Es war nicht unsere Absicht, durch diese Aktion ins Gespräch zu kommen. Das sensible Datum (11. September) hatten wir nicht auf dem Schirm", sagte Dagmar Schneider unserem Sender. "Wir hoffen nun auf Gnade der Behörden," sagte die Sprecherin des Kinder­hilfs­werkes.Dagmar Schneider vom Kinder­hilfs­werk hören

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