Pläne für „die Leipziger“: Wohnstraße mit weniger Fahrspuren
Für die Leipziger Straße haben sich die Zeiten geändert, nachdem die B93 auf der anderen Seite der Mulde ausgebaut wurde. Es ist ruhiger geworden, abgesehen vom Teil nördlich der Pölbitzer Straße. In den kommenden Jahren soll die Leipziger Straße entsprechend umgestaltet werden, die Zahl der Fahrspuren auf 2 reduziert werden. Die Ideen der Stadtverwaltung haben diese Woche im Bauausschuss für eine erste Diskussion gesorgt.
Die Erneuerung der Leipziger Straße gehört zu den Komplexmaßnahmen zur Infrastruktur, die bis 2030 umgesetzt werden sollen. Federführend sind hier die Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau. Sie werden die Planung für die neue Leipziger Straße in Auftrag geben – in enger Abstimmung mit der Stadt. Der Bauausschuss hat nun der Verwaltung grünes Licht gegeben, dazu mit der SVZ eine Planungsvereinbarung abzuschließen. Dabei wird es einige Eckpunkte geben, und auch die wurden mit dem Beschluss abgesegnet.
Die Straße wird bei dem Vorhaben geteilt: in Leipziger Straße Nord und Leipziger Straße Süd. Der „Äquator“ ist die Friedrich-Engels-Straße. Süd beginnt am Neumarkt. Nord endet in Höhe der Wendeschleife. Die Verkehrsbelastung nimmt von Nord nach Süd ab. Eine Anpassung auf einen durchgehenden Fahrstreifen in jede Richtung sei möglich, heißt es in den Prämissen. Die Spuren, die frei werden, sollen für Bäume und Parkplätze genutzt werden, aber auch die Interessen der Fußgänger und Radfahrer sollen berücksichtigt werden.
Die Stadtverwaltung zeigte im Ausschuss drei Skizzen einer Architektin (und stellte sie auch für diesen Beitrag zur Verfügung). Dort sind verschiedene Varianten zu sehen, wie der Raum neu aufgeteilt werden kann. In einem Fall bekommen die Radfahrer zum Beispiel einen Streifen auf der Straße, in einem anderen teilen sie sich den Platz mit den Fußgängern.
Im Bauausschuss wurde Skepsis laut. Walter Kotyk (AfD) verwies auf das hohe Verkehrsaufkommen im nördlichen Teil und befürchtete ein Chaos, wenn die Pläne umgesetzt werden. Jens Heinzig (BfZ) verwies auf die Äußere Schneeberger Straße und deren Schicksal: „Erst waren die Autos weg, dann die Geschäfte.“ Mehrfach wurde gefragt, welchen Einfluss die Stadt und die Stadträte haben.
Die Verwaltung erklärte, dass die Skizzen lediglich Ideen seien, dass es jetzt die Aufgabe der Planung sei, optimale Lösungen zu finden, und dass die Ergebnisse der Planung im Ausschuss vorgestellt werden. Lutz Feustel (CDU) begrüßte das Vorhaben, denn die Leipziger Straße mache im Moment nicht den besten Eindruck.