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Pläne für E5: Wohngebiet mit fünf grünen Zellen

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E5 südlich der Sternenstraße ist ein krasses Beispiel für den Wandel der Zeit: Ende der 80er Jahre waren die Wohnungen in der frischen Platte begehrt. Nach der Wende leerten sich die Blöcke. Wenig später begann der Abriss. Geblieben sind einzelne Gebäude und eine große Wiese – inzwischen mit Stadion. Zur Zukunft gibt es einen Masterplan. Er wurde am Dienstagabend bei der Einwohnerversammlung in der Schule am Scheffelberg vorgestellt.

Das Wohngebiet zwischen Sternenstraße und Amseltal soll aus fünf grünen Zellen bestehen. Alle sollen Wohnen, Arbeiten und Leben miteinander verbinden – mit unterschiedlicher Gewichtung. „Diese westlichen Gebiete, also um die Kirche herum, sollen vorwiegend dem Wohnen dienen und die an der Wendeschleife der Straßenbahn auch gesellschaftlichen Einrichtungen, Büros und ähnlichem“, sagte uns Uwe Ziesler von der Stabsstelle Stadtentwicklung. Also ums Stadion herum soll eher gearbeitet als gewohnt werden.

Bestehende Zufahrtsstraßen und Gebäude sollen erhalten bleiben, erklärte Richard Anders von Bauconzept Lichtenstein – die Planungsgesellschaft hat den Masterplan „geschrieben“. Als Zellkerne sollen Teiche angelegt werden. Sie können Starkregen auffangen, sagte Richard Anders, und an heißen Tagen eine gewisse Kühlung bringen.

Der Masterplan soll im November im Stadtrat behandelt und beschlossen werden. Doch das ist nur der erste Schritt. Aus dem Masterplan müssen Bebauungspläne entwickelt werden. Wann etwas umgesetzt wird, wollte ein Einwohner wissen, um ein Zeitgefühl zu bekommen. Das hängt von Investoren ab, hieß es. Und nach einigem Ringen wurde vorsichtig 2025 genannt – als Jahr für einen ersten Spatenstich.

Als Favorit für das Projekt Nr. 1, das realisiert wird, gilt ein Forschungszentrum der Westsächsischen Hochschule.