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Planitzer Bad: Die Tage fast aller Fliesen sind gezählt

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Freunde der gefliesten Becken im Planitzer Bad haben sich zu früh gefreut. Die Edelstahl-Auskleidung kommt doch – in vier der fünf Becken. Der Finanzausschuss hat am Dienstag die entsprechenden Aufträge vergeben. Der Umbau startet erst im Herbst 2025. Das Badbetrieb soll nicht beeinträchtigt werden.

Vor zwei Jahren schien es, als ob die Edelstahl-Idee vom Tisch wäre. Nach der Ausschreibung lagen die Kosten mehr als eine halbe Million Euro über dem beschlossenen Limit. Der Stadtrat lehnte es ab, das Geld draufzulegen. Nach einem neuen Anlauf, nach einer neuen Ausschreibung sieht die Lösung jetzt so aus: Das Springerbecken bleibt gefliest, statt fünf Becken werden vier mit Edelstahl versehen.

Der Finanzausschuss segnete alle Los-Vergaben einstimmig ab: Abrissarbeiten und Badewassertechnik sowie Edelstahl für Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, für Wellenbad und Erlebnisbecken. Das sind Aufträge für zusammen 4,25 Millionen Euro, sagte Finanzbürgermeister Sebastian Lasch – das liegt unter den vorgesehenen 4,4 Millionen. Allerdings waren das noch nicht alle Aufträge. Er kündigte noch Vergaben im Wert von etwa 300.000 Euro an, womit die beschlossenen Ausgaben überschritten werden. Doch daran sollte das Vorhaben offenbar nicht scheitern.

Die Fördermittel von zwei Millionen Euro bekommt Zwickau auch bei dieser reduzierten Variante mit vier Edelstahl-Becken. Das erklärte Mike Franke, Chef des Sportstättenbetriebs. Zur Ausführung sagte er, dass außerhalb der Saison gebaut wird: „Das Bad hat ganz normal von Mai bis Mitte September geöffnet.“