Planitzer Bad: Niederlage für Becken aus Edelstahl
Das Strandbad Planitz bleibt vorerst wie es ist: ein Bad mit gefliesten Becken. Der Stadtrat hat am Donnerstag die zusätzlichen Ausgaben für die Auskleidung mit Edelstahl abgelehnt – mit 20 zu 14 Stimmen bei fünf Enthaltungen. Damit dürfte das Fünf-Millionen-Vorhaben vom Tisch sein.
Finanzbürgermeister Sebastian Lasch hatte für die Edelstahl-Lösung, die mit zwei Millionen Euro gefördert worden wäre, geworben. Die Stadt habe die einmalige Chance, das Bad fit für die Zukunft zu machen, sagte er. „Fit für einen Zeitraum von 50 Jahren“, meinte Sebastian Lasch am Ende der Debatte.
Zweifel an dem Vorhaben gab es bereits im März. Und die bestätigten sich bei vielen Stadträten offenbar. Jens Heinzig, SPD, berichtete von einem Vor-Ort-Termin mit dem Fazit: „Es ist nicht notwendig. 80 bis 90 Prozent der Fliesen sind in einem intakten Zustand.“ Herbert Reischl, Die Linke, schätzte, dass das Bad mit 50.000 oder 70.000 Euro pro Jahr erhalten werden kann.
Was nach der Abstimmung bleibt, ist der Vorhabensbeschluss von 2020 mit Ausgaben von 4,4 Millionen Euro. Für das Geld gibt es keine Edelstahl-Auskleidung für alle fünf Becken. Bei der abgespeckten Variante, dass also weniger Becken auf diese Weise saniert werden, müsste die Stadtverwaltung den Fördermittelgeber fragen. Aber das wäre bei dem Votum des Rates ein Affront.